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Chemische Substanz: unbekannt!

Eigentlich ist die Identifikation einer chemischen Substanz mit modernen Analysemethoden kein Problem, eine „Politik der Desinformation“ kann jedoch trotzdem dazuführen, dass nicht bekannt ist, welche Substanz genau verwendet wurde. Hier ein paar Beispiele, bei denen genau dies der Fall iwar/ist:

  • Geiselnahme im Moskauer Dubrowka-Theater: Von offizieller Seite ist die Identität des beim Sturmangriff verwendeten Gases nie enthüllt worden. Wikipedia hat unter einem eigenen Lemma Informationen versammelt, vieles spricht dabei für ein Carfentanyl-Derivat, wohl vermischt mit Halothan. (einestages)
  • Entrattifizierung der Galapagos-Inseln: Die Rattenplage auf den Galapagos-Inseln im Pazifik scheint so massiv geworden zu sein, dass aktuellen Medienberichten (Guardian, National Geographic)  zufolge große Mengen an Gift eingesetzt werden sollen. In keinem Beruicht allerdings wird die Identität direkt bekanntgegeben (MotherNatureNetwork spricht immerhin über die Wirkungsweise des Cocktails und nennt den Hersteller, der auch keine Information preisgibt). Eine Studie von „Invasive Species International“, einem Ableger eines neuseeländischen Forschungsinstituts, deutet auf die Verwendung von Brodifacoum hin, einem sehr starken Rattengift, was auch ein Blogeintrag zu früheren Entrattifizierungsaktionen im Galapagos-Archipel zu bestätigen scheint.
  • Gas-Attacken November 2011 in Kairo: Im Verlauf der Ägyptischen Revolution griffen Sicherheitskräfte teils zu heftigen chemischen Waffen, die wohl neben CS– und CR-Gas weitere toxische Substanzen zu enthalten scheinen. Berichte darüber sind rar: Spiegel-Artikel, zdf heute-journal. Todesfälle auf Grund des Gases werden berichtet.
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Kategorien:Überblick, Organik Schlagwörter: ,
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