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Archive for the ‘Spielzeug’ Category

Chemisches Spielzeug: Handspektroskop

Es ist wieder Zeit für Spielzeug!

Von der Firma Astromedia wird ein handliches Spektoskop als Kartonbausatz für günstiges Geld angeboten [Manufactum-Link]. Alles was man zum Bau benötigt, sind eine Schere, ein Cutter für feine Strukturen, Klebstoff, ein stumpfes Messer zum Vorritzen der Knicke und einen Streifen weißes Papier. Und natürlich etwas Zeit!

Je nach bastlerischem Geschick erhält man dann ein Spektroskop, das durchaus nicht übel ist. Das eingebaute Beugungsgitter mit 1000 Linien/mm und die Nanometer-Skala (Ablesegenauigkeit: 5 nm) verhelfen zu einem guten Spektrum. So lassen sich schnell alle möglichen Lichtquellen und deren qualitativen Unterschiede untersuchen wie das kontinuierliche Spektrum von natürlichem Licht und Glühbirnen oder das Linienspektrum von Natriumdampflampen (589/590 nm) oder modernen Energiesparlampen, wobei das Spektrum sofort die Antwort gibt, ob Quecksilber verwendet wurde (436, 546, 577/579 nm). So leicht war es noch nie Leuchtmitteln auf den Grund zu gehen!

Natürlich ist die Bauweise aus Karton nicht die stabilste. Und ob der Eignung für wirkliche Experimente wie im „Ionenlotto“ des Chemiestudiums die Bestimmung über Flammenfärbung kann kein wirkliches Urteil abgegeben werden. Es ist ein Spielzeug, das aber durchaus auch ernsthaft eingesetzt werden kann. Wissenschaftliches Spielzeug und auch Farben sehen ist immer toll!

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Chemisches Spielzeug: Molekülbaukasten

In loser Folge sollen hier „chemisches Spielzeug“ vorgestellt werden, die aber – wie heute der Molekülbaukasten – durchaus nützlich sein kann, entweder um andere zu beeindrucken oder um selbst etwas daraus zu lernen.

Der nach Meinung des Autors beste Molekülbaukasten auf dem Markt stammt von der englischen Firma Molymod. Die Atome sind massive Hart-Plastikkugeln, Farbe je nach Element, die Bindungen sind stabile graue Plastikstäbe, die sich beliebig oft umstecken lassen. Auch Doppelbindungen sind mit weicheren, biegbaren Plastikstäbchen kein Problem. Die Modelle geraten so nicht winzig klein, sind anschaulich, stabil, so dass man auch mit den Händen begreifen kann, und eignen sich daher ideal auch für Schulklassen. Zusätzlich kann mit sehr kurzen Wasserstoffbindungen gleichzeitig die Übersicht gewahrt bleiben.

Insgesamt liegen die Bauteile gut in der Hand, an den die Langlebigkeit garantierenden festen Sitz der Bindungen – es gibt ein deutliches „Plopp“ beim Lösen – in den Atomen gewöhnt man sich schnell und bald ist man fleißig am Molekülebauen – das Lego-Feeling aus der Kindheit ist zurück.

Im vom Autor erworbenen „Prentice Hall Molecular Model Set for General and Organic Chemistry“ befinden sich 72 Atome, davon 28 Wasserstoff- und 14 Kohlenstoffatome, 40 kurze, 40 lange Bindungen, 12 flexible Bindungen und einen „Short Link Removal Tool“, das hilft, die kurzen Bindungen wieder ohne Beschädigung zu lösen. Außerdem wird eine 15-seitige Anleitung mitgeliefert, die man eigentlich nicht braucht. Hier werden jede Menge Beispielverbindungen gezeigt, mit Molekülformel und S/W-Foto des entsprechenden Modells. So sieht man, dass auch komplizierte Moleküle kein Problem darstellen.

Für den Chemiestudenten ist ein Molekülbaukasten unverzichtbar spätestens bei der ersten Vorlesung Organische Chemie, um sich stereochemische Fragestellungen ein für alle mal klar zu machen. Zusätzlich kann man sein Lieblingsmolekül ständig mit sich tragen oder auf den Schreibtisch stellen.

Am Ende sind ein paar Fotos angehängt von der Box, in der das Set geliefert wird, und ein paar Beispielmoleküle.

 

Nachtrag 26.02.12: Aus aktuellem Anlass hier noch ein paar Informationen zum Einkauf. Der unter der ISBN 0-13-955444-0 erhältliche Molekülbaukasten „Prentice Hall Molecular Model Set for General and Organic Chemistry“ ist bei Amazon im Mai 2008 für 41,99 € käuflich erworben worden, über die ISBN-Nummer sollte eine Bestellung in einer Buchhandlung kein Problem sein.

Kategorien:Spielzeug
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